Red Cow / Para Aduma

IL 2018, 90 min, OV mit engl. UT

Die Österreich-Premiere von RED COW findet im Rahmen der Internationalen Konferenz „Film and Midrash“ des Instituts für Judaistik, des Schwerpunkts Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und des Jüdischen Filmclubs sowie in Kooperation mit der Botschaft des Staates Israel statt.

Der Erstlingsfilm von Tsivia Barkai Yacov erhielt bereits zahlreiche Preise für die herausragende Kameraarbeit und das beeindruckende Spiel der Hauptdarstellerin. Auf dem Jerusalem Film Festival 2018 wurde er als bester israelischer Debutfilm ausgezeichnet. Es ist eine dramatische Geschichte der Konflikte zwischen einem religiös-fundamentalistischen Vater, seiner Tochter, die lernt zu ihrer sexuellen Identität zu stehen vor dem Hintergrund der politischen und religiösen Spannungen in Jerusalem.

Den biblischen Bezug bildet die Geschichte der Roten Kuh, Para Aduma. Ihre Asche diente dazu, die Menschen von ihren Sünden zu reinigen, ehe sie den Jerusalemer Tempel betraten. Doch hatte dies nach der Zerstörung des Zweiten Tempels keine Bedeutung mehr. In den vergangenen Jahrzehnten ist von Seiten jüdischer Fundamentalisten die erhoffte Geburt eines roten Kalbes oft als messianisches Zeichen für den Bau des Dritten Tempels in Jerusalem interpretiert worden. Die ästhetische und visuelle Verbindung zwischen einem biblischen Gedanken und einer heutigen Beziehungsgeschichte zeigt die israelische Filmkunst at its best. (fs)

ÖSTERREICH-PREMIERE
In Kooperation mit der Botschaft des Staates Israel 


Red Cow / Para Aduma

Regie: Tsivia Barkai
Buch: Tsivia Barkai
Mit: Avigail Kovari, Gal Toren, Moran Rosenblatt, Dana Sorin, Uri Hochman
Musik: Karni Postel

Mit Einführung von Klaus Davidowicz und Frank Stern und anschließendem Publikumsgespräch.